Buchcover „Uferlinie“ von Kathrin Hamann: Eine Frau untersucht einen Grenzstein am Ufer eines schwedischen Sees, gegenüber liegt ein Dorf mit Kirche.

Band 3 · Sommer

UFERLINIE

Ein Värmland-Krimi · Schwedenkrimi von Kathrin Hamann

erscheint demnächst

Worum es geht

Was der See hergibt, hat er nie vergessen. Ein Sommer ohne Regen. Der Djupsjön fällt, Meter um Meter, und am Nordufer von Askeviken gibt er frei, was dreißig Jahre unter Wasser lag: sieben abgesägte Stegpfähle an einer Stelle, an der es nie einen Steg gegeben hat. Und einen Grenzstein, der vierzig Meter zu weit im Norden steht – auf frischem Kies. Dorfpolizist Lund kennt jede Bucht dieses Sees. Diese hier kennt er nicht. Helena Rost, Verbindungsbeamtin aus Karlstad, findet keine Leiche und keinen Zeugen. Sie findet Papier. Kaufverträge, in denen derselbe Satz steht. Ein Findbuch, in dem ein Blatt fehlt. Ein Kontrollheft, in dem sich einer über dreihundertmal mit einem Kreuz eingetragen hat – und dann nie mehr. Torbjörn, der Netzflicker, ist fortgegangen, sagt das Dorf. Wann, weiß keiner. Wohin, weiß keiner. Nur dass er gegangen ist, das weiß jeder ganz genau. Fünf Familien haben seit drei Jahrzehnten Zugang zum Wasser. Keine von ihnen hat etwas getan. Zusammen haben sie einen Mann verschwinden lassen. Der dritte Fall für Rost und Lund. Ein Nordic Noir über eine Grenze, die keiner gezogen hat, und ein Schweigen, das jeder für Sorgfalt hielt.

Aus der Leseprobe

UFERLINIE Ein Värmland-Krimi über Besitz, Schweigen und eine Grenze, die nie dort verlief, wo alle sie vermuteten Kapitel 1 — Der trockene Rand Der See war zurückgegangen. Wo im Frühjahr noch Wasser gestanden hatte, lag jetzt Schlamm, getrocknet und in Platten gerissen, die Ränder hochgebogen, darunter heller Sand. Lund war seit dreiunddreißig Jahren auf diesem Posten. So weit draußen hatte er in der Nordbucht noch nie gestanden. Es roch nach totem Fisch und nach etwas Bitterem, Metallischem, das aus dem Grund kam. Das Hemd klebte ihm am Rücken, und es war noch nicht einmal elf. Norr lief voraus, den grauen Schnauzer dicht über dem Boden, und blieb alle paar Schritte stehen, um an etwas zu riechen, das Lund lieber nicht genauer ansehen wollte. Der Hund war langsamer geworden. Er lief steif in den Hinterbeinen und legte sich hin, sobald Lund stehen blieb. Lund kannte das von sich. Er hätte es nur nicht zugegeben. …

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Details

Reihe
Ein Värmland-Krimi, Band 3
Jahreszeit
Sommer
Verlag
Dr. Hamann Verlag, Gilching
Sprache
Deutsch

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